Bingewatching ist ja ein besonders hässlicher Anglizismus, der langsam aber sicher in unserer Poplulärkultur Einzug hält. Spätestens seitdem die goldene Ära des Fernsehens Serien zu den neuen Romanen gemacht hat und Netflix auch uns Europäern ein Begriff ist, ist es auch Bingewatching. Darunter versteht man den Konsum mehrerer Episoden, wenn nicht ganzer Staffeln einer Serie. So gesehen ist der (unfreiwillige) Leak der ersten 4 Folgen der 5. Staffel der HBO-Erfolgsserie Game of Thrones eine direkte Einladung zum Bingewatching. Positiver Nebeneffekt: man wäre allen seinen Freunden um mehrere Wochen voraus. Brace yourself,  Spoilers are coming.

Aber Game of Thrones ist ein Juwel unter den US-Serien, so gut, dass man gern eine Woche zwischen den Episoden in purer Vorfreude verbringt. Eine Woche, die mit Diskussionen über die vergangene Folge schnell verfliegt. Würde man hingegen alle 4 Folgen auf einmal bingewatchen, so müsste man 4 Wochen auf eine neue Folge warten. Eindeutig zu lange. Zwar ist ein anachronistisches und in Zeiten von Netflix untypisches Verhalten eine Woche zur nächsten Folge verstreichen zu lassen. Aber schließlich muss man spätestens ab Juni wieder ein Jahr auf Nachschub aus Westeros warten. Zeit, die mit der zweiten Staffel des anderen HBO-Juwels, True Detective, effizient genutzt werden kann.